Entgiftung Teil 2

Während einer Entgiftung stelt man fest, dass es wasserlösliche Gifte, fettlösliche Gifte gibt und solche, die besonders gelöst werden müssen, bevor sie aus dem Körper herauskommen. Wasserlösliche sind zu großen Teilen durch eine große Menge gutes, klares Wasser zu entgiften. Um fettlösliche Gifte zu entgiften muss man fetthaltige Nahrung essen. Am Schwierigsten sind jedoch Gifte die besonders gelöst werden müssen – sie müssen chelatiert werden damit sie aus dem Organismus heraus kommen.

Wer Jahrzehntelang gelebt hat ohne Schwermetalle, die sich bevorzugt in den Zellen ablagern und nicht aus dem Körper kommen, zu entgiften, hat mit hoher Sicherheit eine mehrfach tödliche Giftmenge im Körper. Die Dosis tötet nicht, da die Gifte in den Zellen abgelagert sind und nicht frei im Blut zirkulieren und ihre Wirkung entfalten.

Chelatierung bedeutet, das sich ein Chelat (aus dem griechischen: Krebs) um das Gift bilden muss, damit es gelöst aus dem Körper heraus transportiert werden kann.

Im klinischen Tierversuch stellte sich heraus, das die Dosis an Quecksilber die 1 Ratte von 100 sterben lässt – eine Leathel Dosis 1 (LD 1) – wenn man sie mit einer LD 1 von Blei kombiniert an die Ratte gibt – aus der Leathel Dosis 1 ganz schnell eine LD 100 werden läßt – also alle Ratten sterben. Das heisst, das es Gifte gibt, die wenn sie zusammen auftreten sich in ihrer Giftigkeit unterstützen. Die Giftigkeit nimmt nicht additiv zu sondern synergistisch.

Da die meisten Entgiftungsmittel mehrere Gifte aus den Zellen ins Blut lösen, sind synergistische Effekte mit Reaktionen von Übelkeit und Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, bis hin zu akuten Vergiftungserscheinungen möglich. Darum empfiehlt es sich mehrere schwach entgiftende Mittel getrennt über mehrere Wochen hinweg einzunehmen. So werden verstärkende(synergistische) Effekte die die verschiedenen Gifte untereinander haben können, wenn sie gleichzeitig ins Blut gelöst werden, umgangen.

Man kann so einfacher und ohne Nebenwirkung den Körper in den Zustand versetzen, das keine Gifte den Organismus belasten und man den Tag wieder geniessen kann.

Man fängt z.B. mit dem Natur-Stein Zeolith an. Nur 5 Gramm am Tag reinigen gröbere Ablagerungen im Körper nach 5 Wochen von Blei was sich über die Jahre angesammelt hat.

Zeolith gibt es über Apotheken zu kaufen, aber auch in lokalen Aquaristik-Geschäften. Es wird in ein Glas Wasser eingerührt und getrunken. Zeolith bindet Metall und gibt Spurenelemente ab. Dann wird es ausgeschieden. Es sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Koriander-Tinktur ist ein Metalle ins Blut mobilisierendes, sanftes Naturmittel. Es mobilisiert geringe Mengen verschiedener Metalle aus den Zellen und gibt die Gifte in den Blutkreislauf, aus dem sie dann aus dem Körper entgiftet werden können. Die Tinktur kann zusätzlich zu anderen Mitteln eingenommen werden. Man nimmt 15 Tropfen in ein heisses Getränk abends ein, da der natürliche Entgiftungszyklus des Menschen hauptsächlich nachts funktioniert.

Nach einigen Wochen fortlaufender Einnahme von Zeolith und Koriander, kann Chlorella mit ins Boot genommen werden. Chlorella Pyreneidosa ist eine einzellige Süßwasser-Alge. Sie wird in Teilen Asiens schon seit mehreren Jahrhunderten zu gesundheitlichen Zwecken angewendet und zählt heute zu den am meisten untersuchten Pflanzen der Welt. Sie ist eine der am stärksten Metall bindenen Pflanzen. Ausserdem ist sie ist reich an grünem Farbstoff Chlorophyl und enthält zu dem Eisen und weitere andere Spurenelemente. Chlorella enthät große Mengen bioverfügbarer Methyl-Gruppen – den Chealtbildnern.

Methyl-Gruppen werden gebraucht um Stoffe zu methylieren (od. chelatieren), es wird an die zu methylierende Substanz eine Methyl-Gruppe angehängt. Viren werden so unschädlich gemacht bevor sie an das Erbgut angehängt eingelagert werden, aber auch Metalle werden so methyliert (chelatiert) um sie aus dem Körper heraus zu bekommen.

Der Chlorella-Grundsatz lautet: die Woche über mit kleinen Dosen die Gifte aus den Zellen in das Blut mobilisieren – und am Wochenende einen Tag das zehnfache der Wochen-Dosis nehmen und das ins Blut mobilisierte Gift aus dem Körper raus holen. So werden die Gifte, die ins Blut mobilisiert wurden, aus dem Körper herausgeholt.

Man fängt die erste Woche mit 3×1 Chlorella-Presslingen (über den Tag verteilt) an und nimmt am Ende der Woche 10 Presslinge. Erst mit kleinen Dosen mobilisieren, dann mit einer großen Menge aus dem Körper ausleiten. Die Dosis steigert man wöchentlich auf bis zu 3×15 Tabletten täglich, mit abschliessenden 150 Presslingen am Ende der Woche. Diese Steigerung geschieht in langsamen Schritten(3×1+10,3×3+30,3×5+50,…), um keine ungewollten Nebenwirkungen/Reaktionen hervorzurufen. Mit 150 Presslingen leitet man alles mobilisierte sicher und meist ohne Nebenwirkungen aus. Es ist ein Mittelwert. Es heisst 60 Tabletten (20-25 Gramm) seien als Ausleitungs-Dosis genug – mit 150 geht man auf Nummer sicher.

Man nimmt Chlorella für mindestens 3 Monate dauerhaft ein. Schadstoffgeprüftes, rohköstliches Chlorella kann man bei Ebay ab 30 Euro das Kilogramm ersteigern. Nach min. 3 Monaten der (Körper-)Entgiftung bleibt noch der Kopf. 

Da der Kopf durch die sogenannte Blut-Hirn-Schranke vom Rest des Körpers getrennt mit Blut versorgt wird, muss der Kopf speziell entgiftet werden. Es gibt wenige Substanzen die das Gehirn zuverlässig entgiften. Die meisten guten Mittel sind relativ teuer. Gut ist das von BioPure.EU verkaufte Microsilica welches mit 3x120mg dosiert für ca. 1 Monat ausreicht um das Gehirn zu entgiften. Möglicherweise ist auch das superfeine Zeolith der Firma SuperZeo geeignet das Gehirn zu entgiften.

Eine Alternative zu Substanzen die das Gehirn entgiften ist es, erst den Körper zu entgiften und dann die Blut-Hirn-Schranke zu öffnen. Die Gifte im Gehirn werden dann zu gleichen Teilen im Körper verteilt(Osmose). Das geht am sichersten mit Propolis das in DMSO gelöst ist. Beide Stoffe lassen sich bei Ebay in Laborqualität bestellen und kosten zusammen nicht mehr als 35 Euro. Öffnet man aber die BHS ohne vorher das Bindegewebe zu entgiften verschiebt man die Gifte osmotisch ins Gehirn. Dies ist gefährlich. So kann man Krankheitsverläufe beschleunigen und oder auslösen. 

Man entgiftet daher mindestens 3-6 Monate den Körper, nimmt dann ein Blut-Hirn-Schranken-Öffner und entgiftet danach den Körper erneut für weitere 3 Monate. Man kann dies mehrmals machen – bis man sich schliesslich topfit fühlt. (Wichtig ist, das der Körper nach 1-2 Monaten Entgiftung mit der Virenlast überfodert sein kann. Gifte dämpfen das Immunsystem, aber eben auch die Viren. Wenn man die Gifte wegnimmt, kann es sein, dass der Körper von der plötzlichen Vermehrung der Viren überfordert ist. Darum sollte man nach ein paar Wochen Entgiftung antifungizite/antimikrobielle Mittel einnehmen. Einige der Besten und Günstigsten beschreibt die folgende Seite.)

UPDATE: 28.05.2013

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5 Gedanken zu „Entgiftung Teil 2

  1. Pingback: Entgiften wegen Candida

  2. Moin, Danke für die Informationen und die Arbeit.

    Beim Angehen und der Auseinandersetzung war das auf alle Fälle hilfreich.

    Allerdings ist mir dabei ein wichtiger Punkt aufgefallen, den ich hier nur unklar wiederfinde.

    Koriander öffnet die Blut-Hirn-Schranke. Wenn ich erst mit Zeolith und etwas später Koriander starte .. aber das Bindegewebe überhaupt noch nicht frei von Quecksilber ist, vllt sogar stärker belastet als die Zelle oder das Gehirn, belaste ich das Gehirn zusätzlich. Da ich ja noch garkein Chlorella zu mir nehme, laut deiner Anleitung.

    Mir ist es erst bei der Herstellung der KorianderTinktur aufgefallen, wo jmd mitteilte, das Koriander die Blut-Hirn-Schranke öffnet.. dann bei Klinghardt im Vortrag .. hieß es .. er öffnet die Zelle selbst ..

    Danke 🙂

    • Hallo PeterPan,

      meines Wissens nach, öffnet Koriander die Bluthirnschranke nicht. Das ist ein moderner Mythos. Halbwissen. Klinghardt gibt an man soll, wenn man Koriandertinktur/Tee zu sich nimmt die Stelle der Finger wo der Ring sitzen würde, also am Ringfinger, massieren, damit die Wirkstoffe des Korianders bis ins Gehirn gelangen, und dort dann Gifte lösen und aus dem Gehirn ausleiten. Ich habe Klinghardt nicht sagen hören, das öffnete die BHS. Ein weit verbreiteter Mythos.

      Ein Tipp von Klighardt ist es, Brennnesselpulver mit Schachtelhalmpulver zu mischen (40:60) und zur vorsicht könnte man dazu Zeolith mischen (2:1) von der Mischung könnte man täglich 3EL nehmen in einer Entgiftungskur – zu Beginn. Ergänzend kann man Koriander als Tinktur anwenden, im Tee, oder als Kraut, oder die Samen frisch gemahlen.

      Der Tipp stammt aus dem Vortrag von Klinghardt beim Bert Hellinger Kongress ist von 2015 und bei Youtube ganz einsehbar. Er heisst schlicht: „Klinghardt Vortrag English/Deutsch“. Klinghardt eine Folie die er da zeigt auf der in Englisch dieser Tipp steht.

      Alles Liebe
      Ingo Spalthoff

  3. Hallo,
    mein Mann hat noch einige Goldinlays im Mund, aber ich denke er müsste dringend eine Metallentgiftung bekommen – vor allem im Gehirn. Sie schreiben, dass Koriander zusätzlich mit Zeolith eingenommen werden kann. Aber auf anderen Seiten lese ich, dass Koriander frühestens nach 1/2 Jahr oder 1 Jahr erst gegeben werden darf, da es sonst größe Nebenwirkungen geben könnte. Wie lange muss man Zeolith eingenommen haben, damit man Koriander nehmen kann? Wie ist die beste Dosierung?

    Danke für eine Antwort und LG
    SYLA

    • Hallo SYLA,

      ich kann keinen therapeutischen Rat anbieten, was ich hierzu schreibe ist nur anzusehen, als das, was ich heute tun würde.

      Gold-Inlays wurden früher meist nach einer vorhergehenden Amalgam-Füllung gemacht. Da wurde dann das Amalgam weitestgehend rausgebohrt und dann Gold drüber gelegt. Das Problem hierbei ist, dass das Amalgam nie ganz rausgebohrt werden kann, weil es tief in den 2km langen Mikro-Kanälchen sitzt. Und mit Gold ergibt sich ein Batterie-Effekt und noch mehr giftige Dämpfe verdampfen. Darum sollten wenn es geht die Zähne mit Gold gezogen werden. Aber auch eine Entfernung des Goldes macht Sinn. Man kann dann idealerweise als Folge-Füllung Zement machen, weil die Dämpfe da hindurch ausgasen und man nach einigen Jahren den Großteil des im Zahn abgelagerten Quecksilbers raus hat. Das sind Einzelfall-Entscheidungen. Da lohnt es sich einen Zahnarz zu suchen, der sich mit Amalgam-Entgiftung auskennt, um am besten beraten zu werden.

      Grundsätzlich gilt, das Zeolith nur passiv entgiftet – also freie Gifte absorbiert. Chlorella bindet aber es mobilisiert auch vorher fest gebundene Gifte in das Blut. Und Koriander mobilisiert sehr viele Gifte und erhöht die Menge an vielen verschiedenen Giften, die im Urin ausgeschieden werden.

      Zu Beginn lohnt es sich darum erstmal nur Zeolith zu nehmen, bis man davon 2-3 x am Tag einen leicht gehäuften Teelöffel verträgt, ohne Reaktionen zu haben. Das einzigste was dann als Ziel passieren sollte, ist leicht verfestigter Stuhlgang. Bei Ebay gibt es von „magma“ (einem Verkäufer) eine 80/20 Mischung Zeolith, Bentonit die durch das schmierende Bentonit weniger stopft. Das ist ein gutes Produkt, welches ich seit Jahren verwende.

      Wenn man das einige Wochen genommen hat, kann man eine Koriandertinktur nehmen, und einige Tropfen vor dem Essen unter die Zunge (sublingual) geben. So fängt man an mehr Gifte zu lösen die man dann mit dem Zeolith abfängt. Zwischen Zeolith Einnahme und Nahrung sollte mindestens eine Stunde Zeit liegen, da Zeolith die Magensäure neutralisieren kann.

      Zusätzlich macht etwas mit organischem Silizium Sinn, weil man so das Alu ausleitet, was heute immer auch ein Co-Faktor ist. Klinghardt empfiehlt „BioSil“ flüssig zur Nacht unter die Füsse streichen, oder auch Schachtelhalm-Tee (gemischt mit Brennessel-Tee).

      Das ist ein solides Anfangsprotokoll für 2-3 Monate. Nach vielen Jahren/Jahrzehnten Metall im Mund, macht es Sinn erstmal so lange nur Zeolith/Bentonit und Silizium zu nehmen, und vielleicht ab dem 2. oder 3. Monat einige Tropfen Koriandertinktur hinzuzunehmen.

      Die Mengen Metall die man durch das Koriander aus den Zähnen löst, sind allerdings nicht ideal. Bei 2-3 gehäuften Teelöffeln Zeolith pro Tag wird man das aber abfangen. Da gehen die Meinungen auseinander. Sicher ist in jedem Fall, vor der Metall-Entfernung aus dem Mund einige Zeit Zeolith zu nehmen. Damit der Körper nicht unnötig überschwemmt wird, beim Rausbohren/Ziehen. Ob man vorher schon Koriander nimmt, kann ich nicht mit sicherheit sagen. Aber man kann ruhig schon mal vorher nen Kilo Zeolith über Monate genommen haben, und 1-2 Fläschchen BioSil unter die Füße oder im Cafe über Monate um den Körper vorzubereiten in dem Man freie Gifte ausleitet.

      Wenn man sich das leisten kann, kann man die Therapeuten beim http://www.ink.ag aufsuchen und sich kinesiolgisch austesten lassen um den idealen Weg maßgeschneidert herauszufinden.

      Ich hoffe die Frage geklärt haben zu können. 🙂

      Alles Gute!
      Ingo

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